Architektur Jobs und Stellenangebote

Die Jobbbörse für Architekten - Täglich aktuelle Architektur Jobs.

Neueste Jobs für Architekten

Das Berufsbild des Architekten

Hauptaufgabe eines Architekten ist der wirtschaftliche, gestaltende, technische und funktionale Entwurf eines Bauwerkes. Ergänzt wird diese mit sozialen und ökologischen Gesichtspunkten, die vor allem Betreuung und Beratung des Auftraggebers und Lenkung aller Planungen und Ausführungen umfassen. Ein Architekt ist deshalb mehr als ein Planer oder Künstler, sondern auch Treuhänder, Hauptzuständiger am Bau, Koordinator, Gestalter, Qualitätsmanager und Kontrolleur.

Architekten arbeiten in der Regel für Privatkunden oder öffentliche Auftraggeber, häufig handelt es sich dabei um die Planung von Neubauten. Er kümmert sich darüber hinaus aber auch um Sanierungen, Umbauten, Facility Management sowie Denkmalpflege und Projektsteuerung, außerdem erstellt er verschiedene Gutachten (z.B. Wert- und Schadensgutachten) und arbeitet eng mit Fachkollegen wie Gartenarchitekten oder Stadtplanern zusammen.

Hohe Anforderungen

Weil die Arbeit eines Architekten besonders vielseitig ist, muss dieser ein hohes Maß an Kreativität mitbringen, um entsprechende Pläne gestalten und verwirklichen zu können. Solide mathematische Kenntnisse sind für Berechnungen notwendig, beispielsweise wenn es um die Statik geht. Damit das Bauvorhaben im finanziellen Rahmen bleibt, muss rechtzeitig solide gewirtschaftet werden. Als Treuhänder sind sie den Interessen des Auftraggebers verpflichtet und stellen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an.

Architekten in einem Gebäude mit Plan

Ein Masterstudium führt zum Ziel

Architekt kann werden, wer sich für ein Architekturstudium an einer Hochschule einschreibt und dort sowohl das Bachelor- als auch das Masterstudium absolviert. Mit einem Bachelorabschluss können bereits planerische Tätigkeiten unternommen werden, doch erst der Master in Architektur erlaubt es, später den Titel „Architekt“ zu tragen. Ein Masterstudium führt die Bereiche des Bachelors inhaltlich fort, außerdem können Schwerpunkte gewählt werden, die dem Interesse des Studenten entsprechen. Nach dem Studium muss ein zwei- bis dreijähriges Praktikum absolviert werden – erst dann darf sich der Bewerber in die Architektenliste des Bundeslandes eintragen und die Bezeichnung „Architekt“ führen.

Architekt mit Warnweste auf einer Baustelle

Quereinsteiger willkommen?

Als Architekten selbst arbeiten 86,5% aller Berufsträger, gefolgt von den Landschaftsarchitekten mit 5,7%, den Innenarchitekten mit 4,4% und den Stadtplanern mit nur 3,4%. Jeweils eigene Studiengänge führen zu den verschiedenen Architektur-Abschlüssen. Manchmal arbeiten Bauingenieure auf demselben Gebiet wie Architekten, eine alternative Einstiegsmöglichkeit ist dagegen nicht möglich, weil die Berufsbezeichnung streng geschützt ist.

Die Jobsituation für Architekten

Rund 125000 Architekten haben sich in die Listen der Bundesländer eingetragen, wobei die Hälfte freiberuflich arbeitet, die übrigen 50% sind bei Architekturbüros, Baukonzernen, Städten, Kommunen oder Unternehmen tätig. Der Arbeitsmarkt ist derzeit hart umkämpft, weil der Andrang an den Hochschulen weiterhin besteht. Den vielen Absolventen stehen nur wenige gute Stellen zur Verfügung. Die Bundesarchitektenkammer rechnet damit, dass sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren noch nicht entspannen wird. Derzeit gibt es deutschlandweit etwa 350000 Personen mit einem Studienabschluss in Architektur, mehr als 50% davon gehen aber einer anderweitigen berufsfremden Beschäftigung nach.

Architekturstudium fast an jedem Hochschulort möglich

Nahezu jede Hochschule bietet einen Studiengang zum Architekten an. In Deutschland sind das die Städte Aachen, Alfter, Augsburg, Berlin, Biberach, Bochum, Braunschweig, Bremen, Buxtehude, Coburg, Cottbus, Darmstadt, Dessau, Detmold, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt (Main), Gießen, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Konstanz, Köln, Leipzig, Lübeck, Mainz, Minden, München, Münster, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Regensburg, Saarbrücken, Siegen, Stuttgart, Trier, Weimar, Wiesbaden, Wismar, Wuppertal und Würzburg. Einen besonders guten Ruf genießen FH und TU Kaiserslautern sowie RWTH Aachen und TU Braunschweig.

Die vier Fachrichtungen

Die Berufsaufgaben der Architekten liegen in den folgenden vier Fachrichtungen:

Architektur

Bauwerke, Gebäude und bauliche Anlagen sollen technisch, wirtschaftlich und zweckmäßig geplant und gestaltet werden.

Innenarchitektur

Sämtliche Innenräume und raumbildende Ausbauten sollen technisch, zweckmäßig und wirtschaftlich geplant und gestaltet werden.

Landschaftsarchitektur

Landschaften sowie ländliche Frei- und Entwicklungsräume und gärtnerische Anlage sollen sozial verträglich, wirtschaftlich und ökologisch geplant und gestaltet werden.

Stadtplanung

Raum-, Stadt- und Ortsplanung, vor allem städtebauliche Pläne sind so auszuarbeiten, dass sie den kulturellen, sozialen und technischen Anforderungen entsprechen.

Die Verdienstmöglichkeiten eines Architekten

Es gibt für angestellte Mitarbeiter in Architekturbüros keine Tarifpflicht, die Empfehlung der Architektenkammern pendeln aber um 2500 Euro brutto monatlich als Einstiegsgehalt. Bei Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss finden sich Architekten am Ende der Einkommensskala, der durchschnittliche Jahresbruttobetrag liegt nach Befragungen des Beratungsunternehmens Personalmarkt bei unter 30000 Euro. Selbstständige Architekten haben bessere Einkommensmöglichkeiten, weil sie ihre Arbeitsleistung gemäß einer Honorarordnung abrechnen können – ähnlich wie bei Ärzten und Rechtsanwälten.

Konstruktionszeichnung eines Architekten

Ohne Kreativität geht nichts in diesem Job

Während sich Berufstätige meist nur bei ihrem Berufseinstieg bewerben müssen, steht diese Prozedur bei den Architekten auf der Tagesordnung. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in einem Architekturbüro oder als freier Architekt arbeitet, es ist wichtig, um die Aufträge zu kämpfen und sich im Arbeitsmarkt zu positionieren. Bewerbungsschreiben und Lebenslauf müssen immer an das ausgeschriebene Projekt angepasst werden, was viel Kreativität erfordert. Das Anlegen eines Portfolios ist die Pflicht eines jeden Architekten, damit der Auftraggeber entscheiden kann, wer für sein Projekt qualifiziert ist. Darin sollte stehen, welche Projekte bereits erfolgreich abgeschlossen wurden und wodurch man sich von anderen Architekten abhebt.

Den richtigen Job finden

Die Arbeitgeber sind derzeit recht wählerisch, deshalb ist es für Berufsanfänger besonders schwierig, den richtigen Job zu finden. Es gibt jedoch Mittel und Wege, eine Lösung zu finden, dazu zählen natürlich Vitamin B und die Mund-zu-Mund-Propaganda.

Das Internet ist das wichtigste Medium zum Erkennen vakanter Stellen, heutzutage werden viele Angebote nur noch im Internet inseriert. Alle Anbieter verwenden sogenannte Suchmasken, mithilfe derer die einzelnen Angebote schnell gefiltert werden können – beispielsweise nach Standort, Ansprüchen und Gehalt. Gut bezahlte Jobs gibt es auch bei Vater Staat, deshalb sollten offene Stellen im Öffentlichen Dienst besonders berücksichtigt werden. Interessant sind auch Ausschreibungen der Architektenkammern des jeweiligen Bundeslandes. Es kann sinnvoll sein, die Webseiten der umliegenden Architekturbüros zu durchforsten, hier finden sich dann Stellenausschreibungen, die manchmal in keiner Jobbörse vorhanden sind.

Verbände sind ein weiterer Ansprechpartner, Informationen zu Verbänden der Baubranche gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit. Diese hilft auch Hochschulabsolventen weiter, indem sie intensive Kontakte zu zahlreichen Arbeitgebern pflegen und Vermittlungsarbeit betreiben. Printmedien können ein weiter Schlüssel zum Erfolg sein. Alle Wochenendausgaben der überregionalen Tageszeitungen (Die Welt, FAZ, Süddeutsche usw.) sind gepflastert mit Stellenangeboten, die genau studiert werden sollten. Lokale Zeitungen, Fachzeitschriften der Berufsverbände und kostenlose Stadtanzeiger sollten darüber hinaus ebenfalls berücksichtigt werden, gerade wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz in der Nähe zu finden.

Ohne persönliche Kontakte geht gar nichts, je mehr Kontakte man pflegt, desto besser. Ein gut funktionierendes Netzwerk kann deshalb schnell zum Erfolg führen. Potenzielle Arbeitgeber trifft man natürlich nicht auf der Straße, sondern man muss selbst aktiv werden, indem man beispielsweise entsprechende Firmenkontaktmessen oder Baufachmessen besucht. Auf ein gepflegtes und souveränes Auftreten muss dabei unbedingt Wert gelegt werden, weil der direkte Kontakt das Eintrittstor in den Job sein kann. Es ist zu bedenken, dass bereits Sekunden über Sympathie und Antipathie entscheiden – schließlich ist alles eine Frage der Psychologie.



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